Ortsratsvorlage - 2026/2415 OV
Grunddaten
- Betreff:
-
Hochwasserschutz- und Starkregenvorsorge Oberwürzbach
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Ortsratsvorlage
- Federführend:
- Eigenbetrieb Abwasser (EBA)
- Bearbeiter:
- Christian Fettig
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschlussart | NA |
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●
Geplant
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Ortsrat St. Ingbert-Oberwürzbach
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Kenntnisnahme
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17.03.2026
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Erläuterung
Die OV, SPD und CDU-Ortsratsfraktion bitten um Aufnahme des Tagesordnungspunktes.
Die Verwaltung teilt folgendes mit:
Sandsackcontainerlager: Die Bestückung des Sandsackcontainers wird voraussichtlich bis Ostern abgeschlossen sein. Aufgrund der Lieferzeiten des Zubehörs für die Lagerung der Sandsäcke ist ein früherer Termin nicht möglich. Ein Pressetermin wird danach festgelegt. An dieser Stelle nochmals der Hinweis: Die Sandsäcke sind nicht zur Ausgabe an die Bevölkerung, sondern für das schnelle Eingreifen der Hilfsorganisationen und des Bauhofes vor Ort gelagert.
Die Bürger müssen sich im Rahmen der Eigenvorsorge selbst schützen.
Die Verwaltung bittet an dieser Stelle schon jetzt um entsprechende Kommunikation durch die Ortsratsmitglieder.
Retentionsmulde Talstraße
Die ersten Arbeiten zur Erweiterung des Retentionsvolumen wurden vom Bauhof durchgeführt. Der Auftrag zum weiteren Aushub ist an den Bauhof erfolgt und wird unter Beachtung der Vegetationsperiode durchgeführt. Die Planung des Aushubes erfolgt in Abstimmung mit dem Entsorgungsverband Saar, EVS der für den dort verlaufenden Hauptsammler (Sammelkanal für alle Abwässer aus dem Bereich Oberwürzbach und Reichenbrunn) zurzeit eine Sanierungsplanung erarbeiten lässt! Hierdurch könnten im Bereich der Retentionsmulde weitere Baumaßnahmen notwendig werden.
Datenerhebung, weitere Messtellen
Die Installation der Wetterstation im Bereich der Talstraßenbrücke ist, wie in der letzten Ortsratssitzung dargelegt, im ersten Halbjahr seitens des Landesamtes für Umweltschutz eingeplant. Die notwendigen Tiefbauarbeiten werden durch das Jahresvertrags- unternehmen der Stadt St. Ingbert durchgeführt.
Die Bachbegehung für den ersten Abschnitt des Würzbaches (Talstraße bis Friedhofstraße) ist bereits durchgeführt. Die weiteren Abschnitte sind in Vorbereitung. Die Daten und die Bilddokumentation werden aufbereitet und ausgewertet. In einer folgenden Sitzung des Ortsrates werden die Ergebnisse der Gesamtbegehung dargestellt. Auffällig waren bei der Begehung Geländeanhebungen und Mauern direkt am Bachlauf die die Überflutungsgefahr für Nachbargrundstücke erhöhen.
Im Bereich der Friedhofstraße festgestellten Einleitungen sind vermutlich auf die dort vorhandenen Entlastungsleitungen der Regenüberlaufbauwerke zurückzuführen. Diese Bauwerke werden regelmäßig durch den EVS auf Ihre Funktion kontrolliert. Seitens des Abwasserbetriebes wird dem Hinweis des Ortsrates nachgegangen.
Steckental, Dörrenbach
Durch den Abwasserbetrieb und den Bauhof werden die vorhandenen Bauwerke und die Gräben kontrolliert und gereinigt. Vor jedem angekündigtem Starkregenereignis erfolgen zusätzliche Kontrollen. Die Gräben im Bereich Dörrenbach wurden (auch auf Hinweis von Bürgern in der letzten Ortsratssitzung) überprüft und gereinigt.
Seitens der Stadt St. Ingbert wurde mit dem zuständigen Mitarbeiter in der Gemeinde Mandelbachtal Kontakt aufgenommen. Die Kollegen wurden über die Problematik von Baumpflegemaßnahmen in den Hängen, umgestürzte Bäume und die Beachtung der Fließwege und Herrichtung von Gräben zur Verteilung der Regenabflüsse hingewiesen. Dazu hat noch im Dezember ein Ortstermin mit der Abteilung Stadtgrün und dem zuständigen Förster von Mandelbachtal stattgefunden. Zurzeit sind keine Fällarbeiten in diesem Bereich geplant. Falls dort Arbeiten durchgeführt werden wurde vereinbart dieses mit der Stadt St. Ingbert abzustimmen um mögliche Änderungen von Hangabflüssen zu berücksichtigen
Mit den ersten Ergebnissen für mögliche bauliche Starkregenschutzmaßnahmen im Gebiet Dörrenbach und Steckental ist in der ersten Jahreshälfte 2026 zu rechnen. In einer Ortsbegehung wurde festgestellt, dass es durch die starken Regenfälle der letzten Jahre zu Geländeveränderungen für das 3-D Geländemodell gekommen ist. Die Datengrundlage die zur Erstellung der Extremstarkregenkarte der Stadt St. Ingbert benutzt worden sind müssen daher mit neuen Daten des Landesvermessungsamtes abgestimmt werden.
Starkregen- und Hochwasserschutzkonzept für das Stadtgebiet St. Ingbert
Für das Stadtgebiet St. Ingbert sind Starkregenextremkarten seitens der Stadt und dem Ministerium für Umwelt erstellt worden. Diese Daten sind für alle Bürger einsehbar und auf der Internetseite der Stadt St. Ingbert veröffentlicht. Hier ist in unterschiedlichen Ansichtsarten die Überflutungs- und Starkregengefahr für Extremereignisse dargestellt.
Das sich anschließende Schutzkonzept ist zurzeit in Abstimmung mit dem Ministerium für Umwelt. Auf Grundlage der bereits erfolgten Besprechungen wird die Stadt St. Ingbert in das Projekt KliGAS – Klimagefahrenabwehrsystem für Kommunen einsteigen. In diesem Projekt ist eine wichtiger Punkt Bürgerinnen und Bürger sowie den Akteuren im Katastrophenschutz wie z.B. Feuerwehren Frühwarnsysteme zur Verfügung zu stellen.
Weitere Infos zu diesem Projekt können dem Ortsrat zur Verfügung gestellt werden.
